Fair einkaufen zahlt sich aus
Dass faires Wirtschaften und Einkaufen nicht nur ein Feld ist, das Öko-Aktivisten gern und ausdauernd beackern, beweist die WHU Otto Beisheim School of Management ( www.whu.edu ). Deren Wissenschaftler haben bereits vor 4 Jahren untersucht, was sonst nur Thema von Sonntagsrednern oder besagter Öko-Aktivisten ist: Zahlt sich eine faire Beschaffung aus, oder ist sie nur dazu da, das schlechte Umweltgewissen zu beruhigen?
Leistungsgewinn: Unternehmen, die sich in Sachen Ökologie und soziale Verträglichkeit stark machen, weisen eine überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit auf (nahezu lückenlose Kontrolle aller Produktionsprozesse, geringe Fehlerquote, kaum Produktionsausfälle).
Kompetenzgewinn: Firmen, die nachhaltig wirtschaften, arbeiten in der Regel mit den neuesten Technologien, sind flexibler und reagieren auf Marktveränderungen schneller.
Imagegewinn: In der Öffentlichkeit als fair beurteilte Unternehmen verbessern nicht nur ihr (schwer quantifizierbares) Image, sondern auch ganz direkt die Bilanzgröße Umsatz.
Kommunikationsgewinn: Eine saubere Beschaffung verlangt einen viel engeren Austausch zwischen Zulieferern und Einkäufern. Dadurch sind Fehler, personelle und technische Veränderungen oder Lieferpannen leichter zu managen.
Das gar nicht so erstaunliche Ergebnis der WHU-Untersuchung: Fair zu wirtschaften und fair einzukaufen ist viel mehr als ein Modethema!
Kampf gegen Kaffeepilz in Guatemala
Aus Geldern des Fairen Handels finanziert der Genossenschaftsverband FEDECOCAGUA in Guatemala Hilfsmittel gegen den Kaffeepilz Roya. Sechs US-Dollar pro Quintal (ein Quintal entspricht 45,36 Kilogramm) Rohkaffee, das über den Fairen Handel verkauft wird, fließen in Fachleute, Ausrüstung und Produkte.
Die technische Abteilung stellte in einer fundierten Studie fest, dass man auf diese Weise am effektivsten die mehr als 20.000 Kleinbauern erreichen könne. Andernfalls wäre es eine schier unlösbare Aufgabe gewesen, die Kaffeebauern so auszurüsten, dass sie die Pilzkrankheit bekämpfen können. FEDECOCAGUA rechnet mit einer um 40 Prozent geringeren Ernte, wenn die Bauern nichts dagegen unternehmen.
Gegen Roya setzen sie ein Pilzvernichtungsmittel ein, das aus dem Niembaum gewonnen wird. Es ist sowohl für den konventionellen als auch für den ökologischen Anbau zertifiziert. Aufs Kaffeefeld – genauer: an die Blattunterseite – gelangt es mithilfe von leistungsfähigen, elektrischen Spritzen. So können sie die Pflanzungen weiträumig behandeln.
Die Roya-Krankheit, auch Kaffeerost genannt, bedroht die Existenz von Millionen Kleinbauern in Lateinamerika. Viele leben ausschließlich vom Kaffee-Anbau und haben keine Alternativen. Sie haben nur wenig Land und können nicht auf Einkommen aus den Ernten anderer Nutzpflanzen zurückgreifen. Sich zu organisieren ist für sie die einzige Chance solchen Bedrohungen entgegen zu treten. FEDECOCAGUA ist bereits seit Jahrzehnten Partner der GEPA. Der Faire Handel bietet den Mitgliedern Stabilität und Perspektive.
Wir stellen vor:
PREDA-Stiftung, Einsatz für Kinderrechte
Die zahlreichen Erfolge im jahrzehntelangen Kampf gegen Kinderprostitution und andere Menschenrechtsverletzungen, die Preda immer wieder internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung verschaffen, basieren auf einem umfassenden Gesamtkonzept, mit dem der Leiter Shay Cullen und sein Team die Ursachen dieser Mißstände bekämpfen. Neben öffentlichkeitswirksamen Kampagnen, der juristischen Verfolgung von Tätern oder therapeutischen Hilfen für die Opfer sexuellen Missbrauchs setzt PREDA dabei vor allem auf den Fairen Handel als Präventionsstrategie.
Nach Untersuchungen von UNICEF gibt es auf den Philippinen schätzungsweise 100.000 Kinderprostituierte, weltweit über eine Million.
Für Preda ist die weit verbreitete Armut der philippinischen Bevölkerung die Hauptursache für die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Der Kinderhandel ist perfekt organisiert und nutzt die Armut und die oftmals ausweglos erscheinende Lage der Kleinbauern schamlos aus.
Der Faire Handel mit Mangos bietet in dieser Situation einen erfolgreichen Ausweg. Mit den kontinuierlichen Mehrpreiszahlungen für ihre Mangofrüchte können bereits tausende Familien einen gesicherten Lebensunterhalt erwirtschaften. Dies schafft die Voraussetzung für ein behütetes und sicheres Zuhause für die Kinder. Mit dem Erlös eines großen Mangobaumes können z.B. die kompletten Schulkosten für zwei Kinder für ein Jahr gedeckt werden.
Haben Sie schon mal probiert? Zum Beispiel getrocknete Mangos, Apfel-Mango-Saft. Oder der Mango-Fruchtaufstrich. Sehr beliebt sind auch Mangosirup oder auch die Mango-Monkey-Fruchtgummis. Die Mangoprodukte sind nicht nur vitaminreich, sondern auch eine entdeckenswerte Genusswelt!